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Wir, die Schüler der August-Lämmle-Schule, besuchten gestern ein Musical in Stuttgart.
Abfahrt war um 17.00 Uhr an der Schule. Wir waren erstaunt, dass für die Fahrt zum Musicaltheater nur ein alter Linienbus bereit stand. Trotzdem war die Fahrt angenehm und unterhaltsam, schließlich hatten wir genug mit den anderen Schülern zu reden.
Als wir in Stuttgart ankamen, war es erst 17.30 Uhr. Es hieß also noch eine ganze Stunde warten.
Frau Schmiga verteilte die Eintrittskarten an uns und wir gingen dann durch die Türen, wo unsere Karten eingerissen wurden. Im Foyer des Apollo-Theaters konnten wir etwas trinken und essen – z.B. Brezeln – bis die Türen zum Saal geöffnet wurden und wir unsere Sitzplätze aufsuchen konnten. Als es um 18.25 Uhr so weit war, hatten wir nur noch 5 Minuten bis es losging. Alle stürmten den Saal, obwohl jeder einen nummerierten Sitzplatz hatte. Der ganze Saal war voll und aus den Boxen kam laute Musik. Als das Licht ausging, begann die Aufführung.
Der kleine filmische Vorspann war wichtig für das Verständnis, denn das Musical spielt in der Zukunft.
Fast alle Leute haben ein Gerät am rechten Arm, sie leben wie Roboter, können sich jedoch normal bewegen. Ihre Seele aber ist vernichtet und aus ihren Köpfen ist der Rock gelöscht. Die zwei Hauptpersonen sind ein Mann, der nachts die unmöglichsten Sachen träumt, nicht weiß, wer er ist und sich selbst Galileo Figaro nennt. Er hört die ganze Zeit Stimmen und Lieder im Kopf, denn er ist immer noch er selbst und nicht so ein komischer Roboter. Die zweite Hauptperson ist ein 17 jähriges Mädchen, das von Galileo Figaro „Scaramouche“ genannt wird und sehr schlagfertig ist. Natürlich gibt es noch viele andere Personen, die in dem Musical mitspielen. Die Musiker waren toll, besonders gefiel uns der super spielende Gitarist.
Das Musical erzählt eine humorvolle Fiction-Story: Die Firma GlobalSoft beherrscht den Planeten Erde, der im Musical „Planet ebay“ genannt wird . Gefördert und geduldet wird nur seichte "Plastik"- Unterhaltung á la "Radio Gaga". Gleichzeitig wandeln einige im Untergrund lebende Rebellen auf den Spuren der Vergangenheit. Fifi (Galileo Figaro) und Scaramouche wollen den Rock wieder neu erschaffen. Das Musical lässt verloren gegangenen "Real Rock" und Musiklegenden auf witzige Weise hochleben. So haben sich die Rebellen, die Bohemians, Namen von heutigen Musikern wie Britney Spears und Madonna gegeben. Eine Legende sagt, dass irgendwo auf dem Planeten ebay echte Instrumente versteckt sind. Es kommt zum Duell zwischen den meuternden Bohemians und der Übermacht von Global Soft, das vorerst die Geheimpolizisten gewinnen. Die Rebellen werden einer Gehirnwäsche unterzogen. Nur Galileo und Scaramouche können entkommen. In der Bar „Seven Seas of Rye“ finden die beiden einen Mann der sich Bap nennt. Er hat noch eine uralte Video- Kassette mit einem ganz kleinen Ausschnitt aus einem Auftritt der Rock-Gruppe „Queen“. Bap vermutet, dass die Instrumente im Wembley-Stadion versteckt sind. Dort fanden mehrere Auftritte von „Queen“ statt. Bap fährt Galileo und Scaramouche auf seiner Harley nach London. Vor einem alten verschlossen Tor in einer alten rissigen Mauer singt Galileo das Lied „We Will Rock You“ und sprengt damit die Wand und eine Gitarre kommt zum Vorschein. Die Rebellen haben über GlobalSoft gesiegt, die wahre Musik ist zurück. Es wurden in dem Stück sehr viele Queen-Lieder von den einzelnen Personen, die die jeweiligen Parts spielten, gesungen. Höhepunkt war am Schluss noch die Lieder „We Will Rock You“ und die „Bohemians Rapsody“.
Das ganze Musical ging 2 Stunden und 30 Minuten, zwischendurch waren noch 20 Minuten Pause. Um 21.20 Uhr verließen wir den Saal. Bis wir endlich durch das ganze Gedränge durch und aus dem Gebäude waren, war es bereits 21.30 Uhr. Mit dem Bus ging es dann wieder heim - nur dieses Mal in einem schönen neueren Reisebus - Richtung Kusterdingen. Um 22.00 Uhr waren wir wieder an der Schule. Die Eltern haben uns alle abgeholt. Es war ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden.
Lisa Fleischmann
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